Schilddrüsenunterfunktion: Symptome und Behandlung

Die Schilddrüse ist eine Hormondrüse, deren Funktionsweise sich stark auf unseren Körper und unser Wohlbefinden auswirken kann. Wenn die Schilddrüse weniger Hormone produziert, als der Körper benötigt, spricht man von einer Unterfunktion. Nachfolgend listen wir Ihnen alle Schilddrüsenunterfunktion Symptome auf.

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Schilddrüsenunterfunktion: Unser Lexikon

  1. Was ist eine Schilddrüsenunterfunktion?
  2. Ursachen der Erkrankung
  3. Primäre bis tertiäre Hypothyreose
  4. Schilddrüsenunterfunktion Symptome: Eine Auflistung
  5. Schilddrüsenunterfunktion Symptome: Frauen
  6. Schilddrüsenunterfunktion Symptome: Kinder
  7. Schilddrüsenunterfunktion Symptome: Senioren
  8. Diagnose/Behandlung
  9. Schilddrüsenunterfunktion Ernährung
  10. Unterschied: Schilddrüsenüberfunktion
  11. Spezialisten, Selbsthilfegruppen und Verbände


Was ist eine Schilddrüsenunterfunktion?

Unter einer Schilddrüsenunterfunktion verstehen Mediziner eine mangelhafte Hormonproduktion – also eine chronische Unterversorgung des Körpers mit Hormonen wie Triiodthyronin oder Thyroxin. Die Schilddrüsenunterfunktion oder Hypothyreose zählt zu den Stoffwechselerkrankungen und tritt durchschnittlich häufiger bei Frauen als bei Männern auf. Eine Unterfunktion kann angeboren sein oder aber erst im Laufe des Alters zum Tragen kommen, wobei die Wahrscheinlichkeit mit zunehmendem Alter immer weiter ansteigt. Fakt ist: Nach dem 60. Lebensjahr leiden etwa zwei Prozent der deutschen Bevölkerung an einer Unterfunktion der Schilddrüse.

schilddrüsenunterfunktion definitionKurzum: Eine Hypothyreose bringt den Hormonhaushalt aus der Balance, woraufhin sie wichtige, chemische Prozesse unseres Körpers beeinflussen kann. Typische Schilddrüsenunterfunktion Symptome sind beispielsweise eine verringerte Leistungsfähigkeit, Gewichtszunahme oder ein erhöhtes Kälteempfinden. Doch keine Sorge – Ärzte zählen die Schilddrüsenunterfunktion im Allgemeinen zu den leichten Krankheiten. Ein Leben mit Hypothyreose ist handhabbar und so ist die Unterversorgung meistens leicht auszugleichen. Häufig wird der Körper durch die Einnahme von künstlichem L-Thyroxin lebenslang unterstützt, wobei die Dosis bei jeden Patienten individuell zugeschnitten werden muss. Aber auch eine Änderung der Lebensgewohnheiten oder eine Mikronährstofftherapie können helfen. Nichts desto trotz: Eine Schilddrüsenunterfunktion sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Gerade Risikogruppen wie Senioren oder Schwangere leiden oft unter Jodmangel, eine Mangelerscheinung, die eine Schilddrüsenunterfunktion begünstigen kann.


Ursachen der Erkrankung

Die Ursachen für eine Schilddrüsenunterfunktion können vielfältig sein. Hierbei wird grob zwischen der angeborenen Hypothyreose und der erworbenen Hypothyreose unterschieden. Der häufigste Grund für eine erworbene Hypothyreose ist eine vorangegangene, chronische Entzündung des Organs. Mit anderen Worten ist die Unterfunktion dann eine Folge eines Verlusts oder der Zerstörung von intaktem Schilddrüsengewebe. Hierfür kann es mehrere Gründe geben:

schilddrüsenunterfunktion ursachen1. Hashimoto-Thyreoiditis: Bei dieser Autoimmunerkrankung bildet unser Körper spezielle Antikörper, die das eigene Schilddrüsengewebe zerstören. Der Grund für diese Reaktion des Körpers ist allerdings noch gänzlich unbekannt.
2. Behandlung Schilddrüsenüberfunktion: Überraschend – Aber eine Therapie gegen eine Schilddrüsenüberfunktion, z.B. eine Bestrahlung mit radioaktivem Jod oder die langfristige, medikamentöse Behandlung können die Hormonproduktion in manchen Fällen so nachhaltig stören, dass aus einer Überfunktion eine Schilddrüsenunterfunktion wird.

3. Operation der Schilddrüse: Eine Operation der Schilddrüse verläuft nicht immer spurlos und kann somit das menschliche Schilddrüsengewebe nachhaltig schädigen.
4. Jodmangel: Zur Bildung von Schilddrüsenhormonen ist Jod unerlässlich. In Folge von dauerhafter, jodarmer Ernährung kann sich ebenfalls eine Schilddrüsenunterfunktion entwickeln.

Was die angeborene Hypothyreose angeht: Studien zufolge sind in Deutschland etwa 0,02% aller Neugeborenen betroffen. Die Wahrscheinlichkeit an einer angeborenen Hypothyreose zu erkranken ist demnach äußerst gering. Trotzdem ist für alle Neugeborenen in deutschen Krankenhäusern ein Test auf Schilddrüsenunterfunktion, ein sogenanntes TSH-Screening, vorgeschrieben. Ein positiver Test bedeutet im Ernstfall, dass ein Kind lebenslang auf Schilddrüsenhormone angewiesen ist. Aber auch die Genetik spielt eine Rolle: Kinder von Eltern mit erkrankter Schilddrüse sind meist selbst erblich vorbelastet und somit für eine spätere Erkrankung anfälliger. Dies gilt insbesondere in Kombination mit einer „ungesunden Lebensweise“. Ein Mangel an Mikronährstoffen (z.B. Jod oder anderer Spurenelemente), Stress und schlechte Ernährung haben stets einen äußerst negativen Effekt und können Schilddrüsenunterfunktion Symptome bedingen.


Primäre bis tertiäre Hypothyreose – eine Gegenüberstellung:

Primäre Hypothyreose: Die Schilddrüse selbst ist der Auslöser für die mangelhafte Produktion der Hormone. Es gibt kein anderes Organ, dass das Krankheitsbild erstmalig ausgelöst hat oder in irgendeiner Art und Weise beeinflusst.

Sekundäre Hypothyreose: Hierbei handelt es sich um ein sehr seltenes Phänomen, bei dem Störungen der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) zu einer Unterversorgung führen. Während die Schilddrüse funktionsfähig ist, nimmt z.B. ein Tumor über die Hypophyse Einfluss auf den TSH-Wert.

Tertiäre Hypothyreose: Ebenfalls sehr selten ist die tertiäre Hypothyreose. In diesem Fall liegt eine Störung im Zwischenhirn (präzise: Hypothalamus) vor. In Folge dessen wird der Regelkreis zwischen Gehirn und Schilddrüse unterbrochen. Dies führt dazu, dass die Schilddrüse nicht weiter angeregt wird Schilddrüsenhormone zu produzieren. Genau wie bei der sekundären Hypothyreose kann die Ursache in einem Tumor liegen. Aber auch genetische Veranlagungen und Entzündungen kommen in Frage.


Schilddrüsenunterfunktion Symptome: Eine Auflistung

Allgemeine Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion können vielseitig sein. Typisch ist der schleichende Verlauf der Schilddrüsenunterfunktion Symptome – Sie verursachen vor allem zu Beginn nur geringe Beschwerden und nehmen dann im Zeitablauf immer stärker zu. Deshalb ist es selbst heute nicht einfach frühzeitig eine präzise Diagnose zu stellen. Besonders schwer zu deuten: Bei älteren Menschen wird es zunehmend schwieriger eben diese Symptome von den altersbedingten Veränderungen zu trennen.

Eine Liste der häufigsten Schilddrüsenunterfunktion Symptome:

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  • Müdigkeit, verringerte Leistungsfähigkeit
  • Gewichtszunahme
  • erhöhter Cholesterinspiegel
  • erhöhte Kälteempfindlichkeit
  • depressive Verstimmungen
  • verlangsamte Reflexe
  • Gedächtnisschwäche
  • brüchige Haare und Nägel
  • Haarausfall
  • trockene und schuppige Haut
  • Verlangsamung des Herzschlags
  • Zyklusstörungen bei Frauen
  • Verminderung des sexuellen Lustempfindens
  • chronische Verstopfung

Fazit: Der Mangel an Schilddrüsenhormonen wirkt sich auf verschiedenste Körperorgane, auf unser Nervensystem und auf unsere Psyche aus. Doch Achtung: Viele der gelisteten Symptome wie etwa Müdigkeit sind zunächst nicht eindeutig zuzuordnen. Ein einzelnes Krankheitsbild kann viele Ursachen haben, während mehrere der oben erwähnten Symptome, bereits ein klareres Bild verschaffen, so dass eine Unterfunktion überhaupt erst in Betracht gezogen werden kann.


Schilddrüsenunterfunktion Symptome: Frauen

schilddrüsenunterfunktion frauenGrunsätzlich gilt: Frauen sind 2-3-Mal häufiger betroffen als Männer. Neben den bereits erwähnten Zyklusstörungen kann es ebenso zu einer reduzierten Empfängnisfähigkeit kommen. Gerade in Hinblick auf einen unerfüllter Kinderwunsch in Kombinationen mit anderen, allgemeinen Symptomen sollten Sie sich mit Ihrem Arzt beratschlagen. Besonders risikoreich wird es für Schwangere, da der Körper durch die Schwangerschaft einen erhöhten Jodbedarf einfordert. Mit anderen Worten: Sollten Sie bereits unter einer Schilddrüsenunterfunktion leiden, muss die Hypothyreose regelmäßig kontrolliert werden, weil der Körper in dieser Zeit mehr Schilddrüsenhormone braucht als üblich. Um dem entgegenzuwirken ist es erforderlich die L-Thyroxin-Dosis zu erhöhen. Sollte dies ausbleiben, kann es in besonders schlimmen Fällen zu einer frühzeitigen Entbindung oder Fehlgeburt kommen. Sicherheitshalber sollten die Medikamente damit nicht zu frühzeitig abgesetzt werden. Eine Verwendung bis in die Stillzeit kann empfehlenswert sein – lassen Sie sich am besten individuell von Ihrem Frauenarzt beraten.

Aber auch nach der Schwangerschaft drohen Gefahren: Bei 5 bis 10 Prozent aller Frauen kommt es nach der Entbindung zu einer besonderen Form der Schilddrüsenentzündung, der postpartalen Thyreoiditis. In der Hälfte aller Fälle kuriert sich die Entzündung im Laufe der Zeit von selbst wieder aus. Bei den übrigen 50 Prozent entwickelt sich daraus eine chronische Hypothyreose.


Schilddrüsenunterfunktion Symptome: Kinder

Besondere Vorsicht gilt bei Kindern – im schlimmsten Fall kann eine zu spät erkannte Schilddrüsenunterfunktion zu Entwicklungsverzögerungen führen. Um diesem Schicksal vorzubeugen führen Krankenhäuser hierzulande ein TSH-Screening durch um Neugeborene auf die potentielle Stoffwechselerkrankung zu untersuchen. Beginnt das Neugeborene infolge seiner Diagnose mit der Einnahme von L-Thyroxin entwickelt sich das Kind normal. Wird eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion im Alter von 3 bis 6 Monaten diagnostiziert, ist mit bleibenden Schäden zu rechnen.

Häufige Schilddrüsenunterfunktion Symptome bei Neugeborenen:

  • Erstickungsanfälle
  • Bewegungsarmut
  • geschwollenes Gesicht
  • geschwollene Zunge
  • Verstopfung
  • begrenzte Nahrungsaufnahme
  • Trinkfaulheit
  • verlangsamte Reflexe
  • gestörte Muskelentwicklung
  • extreme Müdigkeit


Häufige Schilddrüsenunterfunktion Symptome bei Kindern:

  • Kleinwuchs
  • beeinträchtigtes Sprachvermögen
  • Sprachstörung
  • Schwerhörigkeit
  • verzögerte Pubertät


Schilddrüsenunterfunktion Symptome: Senioren

schilddrüsenunterfunktion seniorenMit dem Alter verändert sich unser Körper und die damit einhergehenden Beschwerden. Eine Diagnose einer Hypothyreose ist damit weitgehend schwieriger als in den jüngeren Jahren, da sich generelle Beschwerden und Schilddrüsenunterfunktion Symptome kaum unterscheiden. Wichtig ist aber dennoch: Ältere Menschen mit einer Hypothyreose benötigen eine geringere Menge an L-Thyroxin, als es bei jüngeren Patienten der Fall ist. Dies begründet sich dadurch, dass sich der natürliche Hormonspiegel im Alter von dem in jüngeren Jahren stark unterscheidet. Im Gegensatz zu Schwangeren oder Neugeborenen gibt es hier keine abweichenden Symptome zur Allgemeinheit. Es ist nur wichtig zu verstehen, dass gerade bei der Altersgruppe 60plus in der Regel nicht alle Symptome gleichzeitig vorhanden sind. Damit ist es kein Wunder, dass leichte Formen der Schilddrüsenunterfunktion häufig übersehen werden.


Diagnose und Behandlung der Hypothyreose

schilddrüsenunterfunktion behandlungAus dem Gespräch heraus erhält der behandelnde Arzt meist durch den Patienten erste Hinweise, die eine Schilddrüsenunterfunktion vermuten lassen könnten. Das meistgewählte Mittel zur Überprüfung dieser Hypothese ist in der Regel der Bluttest. Mit Hilfe einer Laboruntersuchung werden gleich mehrere Werte überprüft, wobei der Laborwert TSH mit Sicherheit der Wichtigste ist. TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) ist ein in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) produziertes Hormon und gibt damit Auskunft darüber, ob die Schilddrüse in üblichem Maß die erforderlichen Hormone produziert oder nicht. Im Falle einer Schilddrüsenunterfunktion kommt es zu einem erhöhten TSH-Wert. Ebenfalls werden über den Bluttest diverse Schilddrüsenhormonwerte ermittelt. Diese Werte werden im Falle einer Unterfunktion unterschritten. Zusätzlich lässt sich aber auch das Krankheitsbild Hashimoto durch den Test klar diagnostizieren. Dies lässt sich, vereinfacht gesprochen, durch das Auftreten bestimmter Antikörper im Blut erschließen.

schilddrüsenunterfunktion diagnoseWeitere populäre Methoden zur Untersuchung der Schilddrüse sind die Szintigrafie oder die Ultraschalluntersuchung. Bei der Szintigrafie untersucht der Arzt die Funktionstüchtigkeit der Schilddrüse mithilfe radioaktiv markierter Stoffe. Diese werden dem Patienten direkt in die Vene gespritzt. Sollte die markierte Substanz geringfügig oder sogar gar nicht aufgenommen werden liegt die Diagnose auf der Hand: Es handelt sich ohne Zweifel um eine Schilddrüsenunterfunktion. Aber keine Sorge: Zu dieser Methode wird zu Diagnosezwecken in der Regel nicht mehr gegriffen. Viel häufiger kommt hingegen das Ultraschallgerät zum Einsatz. Hiermit können sowohl Größe als auch Beschaffenheit der Schilddrüse untersucht werden. Das macht die Ultraschalluntersuchung z.B. wesentlich präziser als das oberflächliche Abtasten der Halsregion. In Ausnahmesituationen entnimmt der Arzt während der Kontrolle Gewebeproben der Schilddrüse, um diese weiter zu untersuchen: Eine solche Biopsie ist aber weder für Diagnose noch für die Behandlung notwendig.


Schilddrüsenunterfunktion Ernährung

schilddrüsenunterfunktion ernährungIn Sachen Ernährung gibt es ebenfalls einiges zu beachten. Das Wichtigste daran: Die Hormontabletten vertragen sich nicht mit allen Lebensmitteln. Zum Beispiel kann L-Thyroxinein nur sehr schwer in Kombination mit kalziumhaltigen Nahrungsmitteln aufgenommen werden. D.h. in Kombination mit Milch, Milchprodukten und Fruchtsäften sollten Sie keine Tabletten einnehmen. Weiterhin sollten jodreiche Nahrungsmittel konsumiert werden. Hierzu zählen: Eier, Fisch, jodiertes Speisesalz, Meeresfrüchte und Milchprodukte.

Darüber hinaus gilt folgende Prämisse: Abwechslungsreiche, gesunde und leichte Küche sowie der Verzicht auf künstliche Zusätze. So können sie selbst eine aktiven Beitrag zur Aufrechterhaltung Ihrer Hormonwerte leisten. Verwenden Sie darüber hinaus pflanzliche Öle wie Lein- oder Rapsöl in der Küche. In machen Fällen wird zusätzlich eine eisenhaltige Ernährung sowie die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren und Selen empfohlen. Insgesamt sind Sie damit gut geschützt.

schilddrüsenunterfunktion bewegung Zur Bekämpfung der Schilddrüsenunterfunktion Symptome ist es nicht nur wichtig seine Ernährung anzupassen, sondern auch zusätzliche Bewegung kann ihren Teil leisten. Forscher sind sich sicher: Regelmäßiger Sport hilft bei der Regulation des Immunsystems und beugt einer Entzündung der Schilddrüse vor. Aber auch genügend Schlaf ist wichtig. So befindet sich Ihr Körper im Gleichgewicht zwischen Bewegung und Ruhe, dies kann sich ebenso regenerationsfördernd auswirken. Apropos Gleichgewicht und Regeneration: Oft wird unterschätzt, dass auch psychosoziale Faktoren auf das Wohlbefinden unseres Körper einwirken können. Vielleicht gibt es auch hier Optimierungspotenzial um Schilddrüsenunterfunktion Symptome vorzubeugen. Zu guter Letzt lässt sich die generelle Empfehlung aussprechen auf Zigaretten zu verzichten und weniger Alkohol zu konsumieren. Nicht nur aus sportlicher Hinsicht, viel mehr zur Schonung Ihres Körpers.


Unterschied: Schilddrüsenüberfunktion

Wo liegt eigentlich der Unterschied zu einer Schilddrüsenüberfunktion? Diese Frage möchten wir nachfolgend beantworten, so dass Sie Ihr Krankheitsbild besser abgrenzen können. Theoretisch ist es ganz einfach: Wenn die Schilddrüse mehr Hormone produziert, als der Körper benötigt, spricht man von einer Überfunktion (Hyperthyreose). Genau wie bei der Schilddrüsenunterfunktion kann über die Ermittlung des TSH-Werts eine Diagnose gestellt werden. Doch wie unterscheiden sich Schilddrüsenunterfunktion Symptome zu den Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion?

Eine Liste der häufigsten Schilddrüsenüberfunktion Symptome:

  • Konzentrationsschwäche
  • Nervosität
  • Reizbarkeit, Ungeduld
  • Schlafstörungen
  • hoher Blutdruck
  • Gewichtsverlust
  • brüchige Haare und Nägel
  • Haarausfall
  • Sehstörungen
  • Muskelschmerzen
  • Zyklusstörungen bei Frauen
  • Verminderung des sexuellen Lustempfindens
  • chronischer Durchfall

Fazit: Der Überschuss an Schilddrüsenhormonen wirkt sich, genau wie bei der Schilddrüsenunterfunktion, auf verschiedenste Körperorgane, auf unser Nervensystem und auf unsere Psyche aus. Während Symptome wie Zyklusstörungen, Verminderung des sexuellen Lustempfindens und Haarausfall zwischen beiden Krankheitsbildern identisch sind, haben die restlichen Symptome keine Gemeinsamkeiten. Bei einer Hyperthyreose kommt es vermehrt zu Unruhe und Herzrasen. Als Konsequenz leiden Patienten häufig unter Schlafstörungen. Manche Symptome sind komplett gegensätzlich: Statt einer Gewichtszunahme kommt es, trotz großem Appetit, zu Gewichtsverlust. Und eine Verstopfung entwickelt sich hier zu einem Durchfall. Somit sind beide Krankheitsbilder insgesamt gut zu trennen.


Spezialisten, Selbsthilfegruppen und Verbände

Gerne möchten wir Menschen mit dem Krankheitsbild Hyperthyreose weiterhelfen. Dazu haben wir eine Zusammenfassung von hilfreichen Kontakten in Deutschland zusammengestellt. Darüber hinaus möchten wir Sie aber auch noch einmal darum bitten, keine Eigendiagnose über das Internet vorzunehmen. Unsere Artikel sollen Ihnen den Einstieg in das Thema Schilddrüsenunterfunktion erleichtern – mehr nicht.

Ergänzend zu unserer Seite können wir Ihnen die folgende Kontakte ans Herz legen:

Deutsches Schilddrüsenzentrum
Das deutsche Schilddrüsenzentrum bietet Ihnen die schnelle Suche von Spezialisten in Ihrer Nähe.
SchilddrüsenLiga Deutschland e.V.
Dachverband der Selbsthilfe-Gruppen für Schilddrüsenkranke und deren Angehörigen.


Selbsthilfegruppen in Deutschland:

Berlin Ohne Schilddrüse leben e.V.
Bonn Hashimoto Thyreoiditis und alle Schilddrüsenkrankheiten
Braunschweig Endokrine Orbitopathie
Bremen alle Schilddrüsenerkrankungen
Düsseldorf alle Schilddrüsenerkrankungen
Essen PCO-Syndrom Selbsthilfe
Frankfurt am Main Selbsthilfegruppe für alle Schilddrüsenerkrankungen
Garmisch-Partenkirchen   Selbsthilfegruppe für Schilddrüsenerkrankungen und Jodallergiker
Hamburg lymphozytäre Autoimmunthyreoiditis
Köln Hashimoto Thyreoiditis und andere Schilddrüsenkrankheiten
Leverkusen SHG Schilddrüse Leverkusen
Leipzig Morbus Basedow und Endokrine Orbitopathie
Lippstadt Hashimoto, Morbus Basedow und andere Schilddrüsenerkrankungen
Lübeck Selbsthilfegruppe für Erkrankungen der Schilddrüse
München Morbus Basedow und Hashimoto-Thyreoditis
Neuwied Selbsthilfegruppe für Autoimmune Schilddrüsenerkrankungen
Schiffdorf Patienten mit Nebenschilddrüsenunterfunktion
Stuttgart Selbsthilfegruppe für Hashimoto-Betroffene




Medizinischer Hinweis:

medizinischer hinweisBitte berücksichtigen Sie: Wir hoffen Ihnen mit unserer Zusammenfassung einen ersten Eindruck vermittelt zu haben. Die Hinweise dieser Seite sind jedoch allgemeiner Natur und dürfen keinesfalls zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Suchen Sie beim Verdacht auf eine Schilddrüsenerkrankung in jedem Fall einen Arzt auf.